Sorry, dass ich seit Ende Juni nichts mehr von mir hören ließ – aber das Leben plätschert gerade so dahin. Und zwar genau wie ein langer, ruhiger Fluss. Ohne Stromschnellen, ohne Wasserfälle, ohne nervige Schlauchboottouristen mit GoPro auf der Stirn. Einfach: ruhig.

Uns geht’s gut – also wirklich gut. Keine Aufreger, keine Eskapaden. Wir leben halt wie echte Privatiers: morgens Sport, mittags Essen, abends Serien. Wenn das Leben ein All-Inclusive-Resort wäre, hätten wir den Pool, das Buffet und das WLAN gefunden – und sehen keinen Grund, irgendwo anders hinzugehen.

Der Tagesrhythmus ist stabil wie ein Schweizer Uhrwerk: Jeden Morgen meine 52 Bahnen im Pool. Ich zähle immer mit, aber zur Sicherheit auch noch mal nach dem Duschen. Danach? Ausruhen. Streamen. Ab und zu mal sinnieren, ob man vielleicht doch noch Schriftsteller werden sollte. Oder Vulkanologe.

Diese Woche war aber immerhin ein bisschen was los!

Highlight Nummer 1: Mittagessen geholt bei Mae-Ann’s Mami Pares von gegenüber. Wie immer lecker, wie immer kein Abwasch.

Highlight Nummer 2: Trinkwasserkanister aufgefüllt – sonst wären wir gnadenlos verdurstet.

Highlight Nummer 3: Morgen kriegen unsere Feuerlöscher eine Frischzellenkur. Ja, auch Feuerlöscher brauchen ab und zu ein Wellnessprogramm.

Und Freitag ist irgendein kulturelles Event. Was genau? Keine Ahnung. Wird sich schon zeigen. Vielleicht ein Tanzabend, vielleicht ein Töpferkurs, vielleicht ein Seminar über die frühe Geschichte der Parkhausarchitektur. Ich lasse mich überraschen.

Weniger schön: Die letzten 8 Tage hatten wir Magenverstimmung. Erst ordentlich Blähungen – die Art, bei der selbst die Katze aus dem Raum flieht – und dann kam die Flitzkacka. Aber auch das haben wir überlebt. Der Körper ist eben ein sensibles Ökosystem mit gelegentlichen Vulkanausbrüchen.

Dafür: Seit zwei Wochen keinen Alkohol mehr getrunken. Fehlt mir nicht. Ich sage nur: Detox ist der neue Gin Tonic.

Ach ja, das Wetter: Hier ist gerade der Übergang von Sommer zur Regenzeit. Bedeutet konkret: tropische Saunaluft mit täglichem Gratisduscherlebnis ab 15 Uhr.

Zum Abschluss noch ein kleines Kultur-Update: Ich habe Rommel getroffen – nicht den Wüstenfuchs, sondern den sympathischen Fujifilm-Ambassador mit Fotoladen in Manila. Echt guter Typ, toller Fotograf. Vielleicht schaue ich mir morgen eine Ausstellung von ihm und anderen Knipsern an. Vielleicht auch nicht. Vielleicht regnet’s. Vielleicht schläft der Fluss.

Das war’s von mir.

Liebe Grüße aus dem Regenund denkt dran: Manchmal ist „nix los“ genau das, was man braucht. 🌧️


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2 thoughts on “Der lange ruhige Fluss (und ein bisschen Flitzkacka) 09/07/2025

  1. Also egal wie, das Klima in deinen neuen Heimat würde mir überhaupt nicht bekommen.
    Da wäre ich dauerkrank 🤮

    Laß es dir weiterhin gut gehen.
    😘😎

    1. Danke. Das Klima ist eigentlich ok, die Temperatur macht uns nix – nur die Luftfeuchtigkeit ist an manchen Tagen wirklich ätzend… *tropf…

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