Die letzten zehn Tage ? Nichts. Nada. Null Spektakel. Das Leben plätschert dahin wie ein tropfnasser Waschlappen, der seine besten Zeiten hinter sich hat – angenehm weich, aber ohne Überraschungen.
Wir waren mal wieder im japanischen Restaurant in Pasig. Natürlich. Wo sonst soll man hingehen, wenn man das Bedürfnis hat, sich von rohem Seegetier emotional verstanden zu fühlen? Meine Lieblingsvorspeise – der frische Seeigel – hat mich wie immer nicht enttäuscht. Er liegt da auf dem Teller, glotzt mich nicht an, redet nicht zurück, tut einfach nur, was ein Seeigel tun soll: glutamatfrei gut sein.
Danach stand eine dieser großen Lebensentscheidungen an: Kühlschrank auffüllen. Ich also heldenhaft zum Marketplace gestiefelt, um das Überleben der heimischen Spezies zu sichern. Dabei habe ich mal wieder festgestellt, dass der Metzger dort offenbar in einem früheren Leben Blumen gebunden hat, aber ganz sicher keine Wurst. Der Mann kann keine Salami schneiden. Wirklich. Die eine Scheibe so dünn wie diplomatische Geduld, die nächste ein rustikaler Fleischziegel. Ich habe jetzt ein Mosaik aus Salami im Kühlschrank. Vielleicht mache ich Kunst draus.
Inmitten dieser ereignisarmen Tage kam dann doch noch ein kleiner Lichtblick: Mein Mann bestellte eine Schokoladentorte. Eine ganze. Kein kleines Stück, kein zartes Törtchen – nein, eine epische Torte, als würde Willy Wonka persönlich bei uns einziehen. Wir haben sie tapfer über die Woche hinweg vernichtet, Scheibe für Scheibe, ganz ohne Reue. Kalorientechnisch ein Massaker. Seelisch: Balsam.
Und während ich so an einem Schokokrümel nuckelte, stellte Fuji endlich die X-E5 vor – den legitimen Nachfolger meiner früher geliebten X-E4. Ich sehe es schon kommen: Im August wird meine X-T5 in Rente geschickt, weil ich unbedingt diesen kleinen Retro-Zauberstab in Händen halten muss. Warum? Keine Ahnung. Weil sie hübsch ist. Und klein. Und neu. Reicht als Begründung, oder?
Ach ja, mein Gewicht ? Hat sich eingependelt. Seitdem ich das morgendliche Laufen aus dem Stundenplan gestrichen habe, ist es wieder brav wie ein sedierter Golden Retriever. Das spricht entweder für meinen Stoffwechsel – oder für die disziplinierte Salami-Schokokuchen-Diät, die gerade in der Testphase läuft…
Und sonst so ? Nichts. Alles beim Alten. Uns geht’s gut. Die Welt dreht sich, der Ventilator surrt, und ich überlege, ob ich aus Salami-Streifen und Fuji-Katalogen eine Collage basteln soll.
Ende.
P.s.: Titelfoto: Skulptur im Pinto – Museum in Antipolo.Foto: Fuji X-T5 mit 23/1.4 – Bearbeitung Lightroom und Nik Silver Efex.
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