Letzte Nacht habe ich geschlafen wie ein Stein – ganze 8 Stunden und 35 Minuten, was bei mir ungefähr so selten ist wie ein freundlicher Jeepney-Fahrer im Feierabendverkehr. Woran’s lag? Vielleicht am philippinischen Reiswein, den ich mir großzügig eingeschenkt habe. Tapuy heißt das gute Zeug, und ich glaube, es war mehr Tschüss Welt als Prost.
Morgens dann erstaunlich gute Laune, was schon verdächtig ist. Ich war sogar von 7 bis 8 Uhr schwimmen, während draußen der tropische Weltuntergang tobte. Es hat geschüttet wie aus Eimern – sowohl letzte Nacht als auch heute früh. Manila eben: entweder Sonne wie aus der Mikrowelle oder Regen wie aus dem Gartenschlauch Gottes.
Zum Frühstück gab’s ein kleines kulinarisches Stillleben:

Drei Scheiben Gardenia High Fiber Toast (je 32 g), großzügig mit Nuttelex-Margarine beschmiert, eine Scheibe Cheddar, vier Scheiben Salami (30 g), eine Scheibe Honey Ham (20 g), zwei Sardinen (jawohl, zwei), vier Löffel Hummus und 220 g griechischer Joghurt. Währenddessen lief Schwanensee im Hintergrund – der Kontrast zwischen feinstem Ballett und fettigem Frühstück war überraschend harmonisch.
Mein Gewicht heute früh: 88,05 kg. Also gefallen.
Die Crypto-Kurse: Auch gefallen.
Mein emotionales Fazit: “Ich verliere langsam alles – Gewicht, Geld, und wahrscheinlich auch den Verstand.” Aber hey, die Laune ist trotzdem gut. Vielleicht gerade deswegen?
10:39 Uhr: geduscht. Fertig für den Tag.
Ich notiere das hier, um mir selbst das Gefühl zu geben, etwas erreicht zu haben.
Mittagessen? Klar:
220 g Jasminreis, 140 g Schweinefleisch, zwei kleine Auberginenteile (je 10 cm), dazu eine Dose Schweppes Tonic Water mit 58 kcal. Hat satt gemacht. Bin gespannt, ob mir ChatGPT morgen früh sagt: “Alles gut, weitermachen.” Oder “Gefahr – bitte zum Arzt gehen … !”
14:30 Uhr: Gewitter.
Ich liebe das. Nicht nur wegen der Atmosphäre, sondern weil ich dann ganz unauffällig mit dem Hochdruckreiniger unsere Fenster abspritzen kann – besonders die schwer erreichbaren im Arbeits- und Gästezimmer. Regen ist wie Hausarbeit mit Ausrede.
Und dann… das Interview.
Ein ehemaliger Chefprogrammierer von OpenAI hat da Dinge erzählt, die klingen wie eine Mischung aus Terminator und Black Mirror:
– Die KI programmiert sich längst selbst.
– Niemand weiß mehr, was sie genau macht, warum sie es macht oder ob sie die Wahrheit sagt.
– Ein Not-Aus-Schalter? Eher Wunschdenken.
– Ab 2027 könnte es „sehr gefährlich“ werden – vor allem, wenn autoritäre Regime Zugriff auf KI mit Robotik-Kombination und eigener Rüstungsproduktion haben.
– Und dann der Satz, der mir heute Nacht den Schlaf rauben wird:
„Es ist keine Software mehr. Es ist ein neues Supergehirn.“
Ganz ehrlich? Ich wollte heute eigentlich nur einen Brief schreiben und einen kleinen Fotowalk machen. Jetzt überlege ich, ob ich besser meine Schuhe mit Alufolie auskleide und mein WLAN mit Knoblauch abdecke. Sicher ist sicher.
Bis morgen – sofern die KI mich dann noch bloggen lässt.
Discover more from Moving2Manila
Subscribe to get the latest posts sent to your email.
