Long time no see ! Hallo meine Lieben ! Ja, ich habe jetzt schon länger nichts geschrieben. Asche auf mein Haupt. Aber… es gab auch nichts zu berichten – mein Leben läuft so ab wie immer, Essen, schwimmen, essen, streamen, schlafen – repeat.

Gesundheitlich hat sich nicht viel verändert, es scheint etwas besser geworden zu sein – aber vielleicht ist das auch nur die Gewöhnung. Ich fange jetzt erstmal an, mich zusätzlich zum morgendlichen schwimmen auch mit den Füßen mehr zu bewegen. Ich werde eine passende Holzplatte auf unser Laufband legen, mein MacBook Pro daraufstellen und dann beim surfen immer schön laufen 🙂 Mal sehen, ob´s was bringt.

Dann werde ich mir jeden Tag einen Salat zuführen – in Form eines zuckerfreien grünen Smoothies. Einfach alles in den Mixer kippen und los geht´s. Vielleicht kann Lazer mir ja sein Smoothie-Rezept schicken.

Der Kurztrip über 4 Tage nach Malaysia / Kuala Lumpur war ganz nett. Wir hatten knappe 4 Stunden Flug mit AirAsia und waren dann in einem einfachen Hotel in der Jalan Alor Street, Travelodge Hotel in Bukit Bintang, wo auch direkt jede Menge Streetfood angeboten wurde. Dort habe ich uns immer mit Abendessen versorgt, das wir dann im Hotelzimmer gegessen haben, draußen in den Menschenmassen wollten wir das nun wirklich nicht…

Wir haben nicht viel gemacht in den Tagen – durch die Gegend gelaufen, den neuen Apple Store besucht und ein paar Malls abgeklappert. Das war alles ganz nett, mal was anderes zu sehen, aber wirklich wohlgefühlt haben wir uns nicht. Zu groß und alles irgendwie nur Schicki-Micki. Und total überfüllt mit Menschen… Bei diesen Massen war ich auch gar nicht motiviert, großartig zu fotografieren… Das waren echt zuviele…

Restaurants waren auch nicht anders als hier in Manila, die Geschäfte waren alles nur diese sogenannten „Nobelmarken“ wie Rolex, Dior und das ganze sinnfreie Gedöns.

Was aber gut war, war unser Mittagessen am Samstag, zu dem mein Mann mich zu einem sehr guten Japaner eingeladen hat, der in einem 5-Sterne Luxushotel untergebracht war.

„Taste of Zipangu by Chef Kazuo Takizawa“ im Shangri La Hotel in Kuala Lumpur. Das Restaurant sehr schön schlicht, mit viel Holz und Glas eingerichtet, mit viel Atmosphäre. Eleganter und unaufdringlicher Luxus, kann man sagen.

Der Service war „fast“ sehr gut – wie in den meisten solcher Restaurants hier in Asien. Wir wurden zuerst von der Serviceleiterin begrüßt und später von der Geschäftsführerin. Das übliche BlaBla. Wenig persönlich, eben das übliche Begrüßen von Gästen in einem „teuren“ Restaurant. Naja – das ist hier noch anders als in Deutschland, wo man schon auf eine Art persönliche Ebene mit den Mitarbeitern kommt. Eine andere Ansprache hat als dieses bräsige Yes Sir, thank you Sir, we do this and that Sir…

Sauberkeit war im Restaurant perfekt und technisch war in den Räumlichkeiten ebenfalls alles einwandfrei – bei mir kommt bei solchen Besuchen automatisch immer der alte Hotelier zum Vorschein und ich nehme ALLES, wirklich alles unter die Lupe… das kann meinen Mann manchmal ganz schön nerven, weil ich bei diesen Dingen wirklich KEINE Zugeständnisse mache… erst Recht nicht in der angeblichen Luxuskategorie…

Die Innenarchitektur war beherrscht von Holz und Glas und schlichtem japanischem Stil, was mit sehr gefällt, weil es elegant und unaufdringlich ist. Alles sehr geordnet und sehr sauber, kein Staub, keine abgestoßenen Ecken.

Der Service war deshalb nur „fast“ sehr gut, weil: es war nett, freundlich, aber alles sehr „aufgesagt“, keine persönliche Ansprache, kein Versuch, auf eine persönliche Ebene zu kommen. „Wie war ihr Tag ?“, „Woher kommt ihr ?“ „Wie gefällt euch Malaysia ?“ Das fehlt mir dann immer hier in den „besseren“ Häusern. Das war auch hier schade, es ist eigentlich großes Potential vorhanden.

Fehlerhaft war das Servieren des Essens. Eine der ersten Regeln in der „gehobenen“ Gastro ist, daß der Kellner das servierte Essen kurz erläutert: „Hier haben Sie dieses Gericht, angemacht mit dieser Soße, das isst man auf diese Art. Und hier haben wir dieses Gericht, bestehend aus…“ Weisch, waschi mein ? Guggst Du Bruda – müsse Essen erklären, bisse nich Dönerstand…

Böser Fehler – geht gar nicht. Erst Recht nicht in einem 5-Sterne Plus Hotel wie dem Shangri La.

Getrunken haben wir hauptsächlich grünen Tee, welcher gut war. Ich selbst bestelle mir an solchen Edeladressen grundsätzlich immer als Aperitif einen Dirty Wodka Martini. Ein Signature Cocktail. Ein sehr einfacher Cocktail, da er nur aus 3 Zutaten besteht: Wodka, weißem Wermut und Olivenlake. Ein einfacher Test für jede Hotelbar. Denn: beim Wodka Martini macht die Qualität der eingesetzten Zutaten den Geschmack aus.

Diese Bestellung vorab hat die Serviceleiterin wohl aus dem antrainierten Takt gebracht. Statt eines „Ja sehr gerne, machen wir sofort“ kam eine etwas langatmige Entschuldigung, daß sie den nicht selbst führen und sie das an der Hotelbar ordern müssen. Unnötig. Ist mir als 5-Sterne-Gast herzlich egal. In dieser Hotelkategorie sagst Du einfach: „Selbstverständlich, sehr gern, kommt sofort.“

Was dann kam, war KEIN Dirty Wodka Martini, es war ein Wodka Martini. Ohne Oliven, dafür mit Zitronenceste. Kann man noch akzeptieren. Die Qualität war ok, nicht gut, nicht schlecht, es war ok – kalt und trinkbar.

Wodka-Martini…
ein Indiz für eine Renaissance des “day drinking”, frei nach Harald Juhnkes Definition von einem gelungenen Tag:
leicht einen sitzen haben und keine Termine.

Warum ist der Martini der ultimative Kellner- & Barkeeper-Test ? Weil bei einer korrekten Bestellaufnahme der Kellner beim Martini 3 Fragen stellen MUSS, wenn er seinen Job versteht, wenn er für seinen Job brennt: „Möchten Sie Ihrem Martini Dry, Wet oder Dirty ?“. Wenn er das nicht kann oder tut, müsste der Barkeeper selbst an den Tisch kommen – tat er aber nicht…

Das war in dem Hotel niedriger Kategorie in Naga (PH, tiefste Provinz…) hingegen perfekt: da nahm die Kellnerin die Bestellung auf (hatte natürlich auch keinen Schimmer…) aber dafür kam postwendend der Barkeeper zu mir an den Tisch und stellte die magische Frage. DAS war ein guter Mann ! Und die Zutaten waren dort deutlich hochwertiger… schon schade für das Shangri La Hotel in Kuala Lumpur…

Das Essen war eine Art Mix-Japan-Cuisine-Platte. Sushi, Fisch, Spießchen. Siehe Beweisfotos. War frisch, hochwertige Zutaten, geschmacklich gut, aber hat jetzt in Sachen Aromen oder Kreativität niemanden vom Stuhl gehauen. Ich würde sagen gutes Essen, aber etwas hinter dem eigenen publizierten Anspruch des Restaurants zurückgeblieben. Zudem würde ich eigentlich in einem Restaurant, das den Anspruch eines hochqualitativen Botschafters japanischer Cuisine haben möchte, erwarten, daß der Koch, der die Platte zubereitet hat, das Essen selbst am Tisch vorstellt, während der Kellner es serviert. Das hat gefehlt, schade. Könnte man ändern.

Vom Hotel selbst haben wir nur das äußere Entrée und die Lobby gesehen. Es wirkte alles sehr hochwertig, auf den ersten Blick sehr sauber und perfekt. Aber auch hier gab es, für meinen 5-Sterne-Plus-Anspruch, deutlich sichtbare und leicht vermeidbare Mängel…

Von außen wirkte der Hoteleingang mit der Vorfahrt sauber und gepflegt. Auf den 2. Blick fiel aber gelangweiltes, mit dem Handy spielendes Personal auf und der Fußweg sowie Teile der Fassade waren absolut nicht sauber. Es lagen Zigarettenstummel herum und nicht alles an Laub war gefegt. Geht nicht. Absolutes DON´ T für ein Hotel dieser Kategorie. Nicht akzeptabel. Das Personal in dieser Kategorie hat immer aufmerksam auf dem Sprung zu sein, es muß alles perfekt sauber sein, rund um die Uhr. Ein Mitarbeiter, der gelangweilt rumsitzt und mit dem Smartphone daddelt, gehört gefeuert. Punkt.

Brenner´s Park Hotel in Deutschland hat die äußere Sauberkeit ganz einfach geregelt und sieht immer perfekt aus: es gibt 24/7 mehrere Festangestellte, die den ganzen Tag nichts anderes tun, als über das gesamte Außengrundstück zu laufen und Müll, Laub und Kippen aufsammeln. In ordentlicher Hoteluniform mit Hut. Kostet natürlich, aber das ist ein erfüllter Selbstanspruch, der auch zu dieser Hotelkategorie passt… und dazu gehört… DAS ist 5-Sterne-Plus !

In der edlen anmutenden Lobby des Shangi-La selbst war auf den ersten Blick alles schick – auf meinen 2. Hoteliersblick dann doch einiges nicht ok: schiefe, vergilbte Steckdosen, teilweise Staubränder und an einigen Verzierungen / Dekos in der Lobby deutlich Staub. In dieser Kategorie ? Klares Nein.

Dann wie immer hier in Asien: die Kleidung des Personals. Uniform ist sehr gut, aber bitte für jeden Mitarbeiter auch in der Größe passend. Es wurden die gleichen Uniformen getragen in 3 Kategorien: Schlabberlook, passend und „Figur vollgeschissener Strumpf“. Und dazu die in Asien häufig üblichen billigen Plastikschuhe. Also zB Loaferstyle – aber nicht aus Leder sondern: gut erkennbar aus … PVC. Jaaaa – geht alles… ABER nicht in dieser Hotelkategorie !

Alles in allem war alles gut – und nicht falsch verstehen: das Hotel ist grundsätzlich edel und gut – aber, und das ist meine persönliche Meinung als ehemaliger Hotelier: für die Kategorie muß noch etwas verbessert werden bei den Kleinigkeiten, die ein Hotel dem Olymp der Hotels näher bringt. Personal, Personalausstattung und Sauberkeit müssen nach oben angepasst werden…

Darum steigen wir selbst übrigens meistens in einfachsten Hotels ab… weil mein Mann das nicht mag, wenn ich mit dem weißen Handschuh anfange, die Zimmer zu checken…

Für heute… see you 🙂


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1 thought on “07/08/2024 Kuala Lumpur

  1. Bei 1,5 l ein bis 2 l grüner Smoothie nehme ich eine Banane einen Apfel eine Handvoll Beeren, meist aus dem Tiefkühler und den Rest Grünzeug. Als Grünzeug bevorzuge ich Karottengrün und Kohlrabigrün das bekomme ich hier gratis vom Wochenmarkt.

    Ein grüner Smoothie sollte zu 50 % oder mehr aus Grünzeug bestehen. Nimm, was du kriegen kannst bei dir, was sich als Rohkost eignet. Wegen der Ballaststoffe bei dir würde ich Drachenfrucht empfehlen. für die Ballaststoffe nehme ich auf die Menge Smoothie. Zwei Esslöffel Leinsamen, es gehen auch Chiasamen, je nachdem, was du bekommen kannst. Ein Übermaß an Ballaststoffen kann abführend wirken.

    Wenn du weniger Smoothie zubereiten willst oder dein Mixer kleiner ist, dann halbiere Banane und Apfel. Als Grünzeug eignet sich jegliches Blatt gut, was grün ist und sich als Rohkost eignet. Zum Beispiel Spinat, Salat, Mangold, Löwenzahn. Zum mixen dann etwas mit Wasser aufgießen. Da reicht aber ein Drittel oder so.

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