Samstag. Woche vorbei. Sensation: nichts passiert.

Schon wieder Samstag. Kaum zu glauben, wie schnell eine Woche vergeht, wenn man… na ja, eigentlich gar nichts macht. Ein wahrer Wirbelsturm der Ereignisse, den man kaum in Worte fassen kann: Ich habe mich ausgeruht. Viel. Und sonst? Ach, die üblichen Abenteuer des Alltags.

Morgens wie immer mein Frühsport. Täglich 6 Kilometer laufen und danach 52 Bahnen schwimmen. Ich weiß, das klingt spektakulär, fast olympisch, aber in Wahrheit ist es nur mein persönliches Hamsterrad Deluxe. Während andere Leute den Wecker zehnmal snoozen, renne ich pflichtbewusst durch die Gegend wie ein Idiot, nur um danach ins Wasser zu springen und Bahnen zu ziehen. 52 Stück, immer dieselbe Länge, dieselbe Bewegung, derselbe Blick auf die Fliesen. Es hat was Meditatives. Oder einfach was von „Groundhog Day“.

Eine enge Gasse in einem Schuhgeschäft, mit Regalen voller Schuhe an beiden Seiten. Im Vordergrund sitzen mehrere Personen auf kleinen Plastikhockern, während die Gasse in den Hintergrund führt.
Hier kauft man seine Schuhe heute…

Dann natürlich die kulinarische Abwechslung: unser tägliches Mittagessen bei Mae Ann’s Mami Pares. Jeden Tag die gleiche Bestellung, dieselbe Schüssel, derselbe Geschmack. Abenteuerlust wird hier klein geschrieben. Man könnte meinen, ich sei ein kulinarischer Forscher, der auf Expedition geht – aber nein, ich bestelle dasselbe, weil es funktioniert. Stabil, günstig, sättigend. Ein Hoch auf die Routineküche! Dazu die unvermeidliche Safari durch den Supermarkt. Einkauf im Neonlicht: zwischen Instantnudeln, tiefgekühltem Kram und traurigen Gemüseabteilungen. Ein wahres Highlight im Sozialleben, man kommt ja unter Leute – zumindest bis zur Kasse.

Damit die Woche nicht völlig in die Geschichtsbücher eingeht als „Die Woche, in der gar nichts passierte“, haben wir uns noch ein Musical angesehen: „Dear Evan Hansen“. Ein Teenager mit sozialen Problemen, der in ein Netz aus Lügen rutscht – herrlich erheiternd, oder zumindest solide Unterhaltung. Die Songs waren okay, die Inszenierung auch, und immerhin konnte ich eineinhalb Stunden lang so tun, als sei das mein kulturelles Highlight des Monats. Spoiler: War es auch.

Eine Straßenszene mit einem Motorradfahrer und mehreren Personen, die an einem Tisch in einem kleinen Restaurant sitzen. Die Umgebung ist einfach und urban, mit Stühlen und Tischen im Freien.
Ich mag die einfachen Kneipen oder Mami Pares in den Staßen. Schlichtes Essen, schlichte, einfache, nette Leute, die keine Probleme machen.

Und ansonsten? Nichts. Keine Abenteuerreisen, keine schillernden Instagram-Momente, kein Jetset-Lifestyle. Nur ich, mein Frühsport, Mami Pares, der Supermarkt und ein bisschen Musical. Klingt öde? Vielleicht. Aber das Verrückte ist: Meine Laune ist trotzdem entspannt. Ich bin nicht genervt, nicht gehetzt, nicht unzufrieden. Einfach… ruhig. Vielleicht ist das wahre Luxus heutzutage nicht, überall dabei zu sein, sondern es einfach mal nicht zu müssen.

Alles in allem also eine hochdramatische Woche voller Nicht-Ereignisse, Routine und kleinen Blitzen von Unterhaltung. Kurz gesagt: alles gut.

Liebe Grüße aus Manila – Hauptstadt der Ereignislosigkeit,

Ulf


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