Hallo meine Lieben ! Hier mal wieder ein kurzes Lebenszeichen aus der Sonne Manilas. Es geht uns gut, es gibt nichts Neues, das Leben fließt wie immer so vor sich hin. 2 Mal am Tag im Pool meine Bahnen ziehen, lesen, streamen, schlafen… Jaaa, so ruhig kann das Leben sein, wenn keine Irren dazwischen funken…
Da der Rest der Welt uns eigentlich nicht mehr so interessiert, werde ich mich hier weder über das Wahlfiasko in Deutschland noch über die krassen Ausfälle des orangen Irren aus Amerika auslassen. Die Welt ist eben so, wie sie ist… Menschen = dumm. Punkt.
Wir sind ja seit Jahresbeginn fast kontinuierlich von der Familie belagert und jetzt, nach ein paar Tagen kurzer Pause, geht es am Montag mit dem Flieger und … Familie (…) lustig und vergnügt für eine Woche nach… Borneo ! How nice is das !? Genauer gesagt, nach Kota Kinabalu.
Ich bin gespannt, freue mich auf´s lokale Essen und neue Erfahrungen. Malaysia ist bestimmt spannend ! Unser Mutter im Rollstuhl ist dabei, schauen wir mal, wir gut wir das managen können… aber hauptsache, sie erlebt nochmal was Schönes und Aufregendes mit den Gören. Das ist das Wichtigste.
Ich werde nur eine Kamera und ein Objektiv mitnehmen, ob die Futschi oder die Leica, weiß ich noch nicht…
Hier zum Abschluß noch ein Zitat irgendeines reisenden Autors, daß ich irgendwo gefunden hatte – ich weiß nicht mehr, wer das war und woher ich das Fundstück habe – aber ich finde… es passt so schön 🙂
Von Brasilianern habe ich Gelassenheit und Improvisationskunst gelernt. „Jeito“ ist das Zauberwort, um etwas auf vielleicht ungewöhnlichen Wegen wieder in Gang zu bringen.
Von Amerikanern habe ich gelernt, dass man keine Scheu haben sollte, mit Fremden ins Gespräch zu kommen. In San Francisco sprachen uns ein paar Hobos an. Sie wollten kein Geld, sondern wir sollten ihnen Wein aus dem Supermarkt mitbringen. Das Geld gaben sie uns im Voraus. Am Ende saßen wir die ganze Nacht mit ihnen am Lagerfeuer und schliefen in einem ihrer Zelte im Park. Ein Kellner nahm uns mit zu sich nach Hause und entpuppte sich als Künstler, der in seinem eigentlichen Leben Musikvideos („Surfpunk“) produzierte.
Von Kenianern habe ich gelernt, dass Zeit bedeutungslos ist. Ich werde nie den Busfahrer vergessen, den ich in Nairobi nach der exakten Abfahrtszeit gefragt habe. Er sah auf seinen nackten Unterarm, lächelte und zeigte mit den Fingern die Zahl vier. Da war es schon elf Uhr vormittags.
Von Japanern habe ich gelernt, höflich zu sein und sich selbst nicht so wichtig zu nehmen. Nur so funktioniert ein Vierzig-Millionen-Moloch wie Tokio.
Von Spaniern habe ich gelernt, Dinge guten Gewissens zu verschieben („mañana“).
Von Tschechen habe ich gelernt, auf die Obrigkeit zu pfeifen und dass es nie zu früh oder zu spät für ein Bier ist.
Von Engländern habe ich gelernt, dass Gastfreundschaft und Toleranz nicht weh tun.
Von Deutschen kann man gar nichts lernen. Selbstmitleid und Besserwisserei braucht kein Mensch.
Klar soweit ? Na dann… auf geht´s in die nächste Runde und wir lesen uns wieder after Borneo ! Vielleicht schreibe ich ein paar echte Papierbriefe von dort nach Deutschland und vielleicht kaufe ich auch ein paar schicke Postkarten 🙂
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